Jahresbericht 2025

Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf – UnsereWohnung ist unser Zuhause. Ein Ort der Geborgenheit.Der Sicherheit. Der Würde. Doch was geschieht, wenn dieser Ort plötzlich fehlt?

Immer mehr Menschen in unserer Region verlieren genau das: ihr Zuhause. Und mit ihm Stabilität, Rückzug und Schutz. Wohnen ist kein Luxus. Es ist ein fundamentales menschliches Grundbedürfnis. Wenn es wegbricht, gerät das Leben ins Wanken.

Für uns bei HOPE ist das keine abstrakte Entwicklung. Unser Team wird täglich mit solchen Schicksalen konfrontiert. Die Zahl der Anfragen steigt – schneller, als unsere Möglichkeiten wachsen. Und immer häufiger stehen wir vor der schmerzlichen Realität, nicht allen helfen zu können.

Die Lage spitzt sich zu
Ende Oktober titelte das Badener Tagblatt: «Wohnungsknappheit: Mehr Menschen in Notunterkünften.» Die Zahlen aus 20 Schweizer Städten sprechen eine klare Sprache. Steigende Mieten führen zu wachsender Obdachlosigkeit. Was als Marktmechanismus beginnt, endet für die Schwächsten in existenzieller Not.

Dabei ist in unserer Bundes- und Kantonsverfassung verankert, dass jede Person eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden können soll. Doch dieses Sozialziel entfernt sich zunehmend von der Lebensrealität vieler Menschen.

Was politisch diskutiert wird, erlebt unser Streetwork-Team täglich konkret in Baden und neu auch in Brugg. Menschen, die keinen Schlüssel mehr in der Tasche tragen.

Unsere Arbeit und ihre Grenzen
Als HOPE begegnen wir dieser Not mit zahlreichen Angeboten. Mit der Notschlafstelle/ Notpension an der Oberen Halde 23. Mit dem betreuten Wohnzentrum an der Stadtturmstrasse 16. Und mit Wohnexternaten in gemieteten Wohnungen und Wohngemeinschaften.

Doch der Druck wächst. Bezahlbarer Wohnraum, insbesondere an zentralen Lagen, ist kaum mehr verfügbar. Aber dort findet unsere Arbeit statt und dort ist die Nähe zu unseren ergänzenden Angeboten und Strukturen sichergestellt. Gemeinsam mit Fachpersonen und Behörden entwickeln wir neue Konzepte. Doch letztlich sind wir auch auf das Wohlwollen von Immobilienbesitzern angewiesen. Ohne zugänglichen Wohnraum bleiben selbst die besten Konzepte wirkungslos.

Hoffnung trägt
Bei aller Dringlichkeit erfahren wir auch aussergewöhnlich viel Ermutigung. Freiwillige, Spenderinnen und Spender, Behörden und Institutionen stehen tatkräftig und grosszügig an unserer Seite. Diese Solidarität bewegt uns tief und stärkt uns im Alltag.

Und uns trägt der Glaube an einen liebenden Gott, dem gerade die Menschen am Rand unserer Gesellschaft besonders am Herzen liegen. Dieser Glaube schenkt uns Zuversicht und die Kraft, weiterzugehen und gemeinsam tragfähige Lösungen für ein Zuhause für Menschen in Not zu schaffen.
Dafür setzen wir uns ein. Gemeinsam. Entschlossen. Und voller Hoffnung.

Christoph Enderli, Vereinspräsident

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Der Rundbrief des Sozialwerkes erscheint unter dem Jahr nach Bedarf und einmal als Jahresbericht. Er informiert kurz und prägnant über die verschiedenen Arbeitsbereiche.

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